Gründung
Man schrieb das Jahr 1882. Das Dorf Westig zählte zu dieser zeit 900 Einwohner. An der vorhandenen dreiklassigen evangelischen Volksschule unterrichteten die beiden Lehrer Herr Wolschendorf und Herr Steuber. Von den heute hier noch ansässigen Firmen existierten damals bereits die Papierfabrik Ebbinghaus (Maste) und die Schraubenfabrik Friederich Thomas. An öffentlichen Einrichtungen besaß Westig nur eine Postagentur. Ein Bahnanschluss bestand noch nicht.
In dieser Zeit konnte man an einem Tag im Herbst 1882 folgendes Inserat im Iserlohner Kreisanzeiger lesen:
Diejenigen jungen Leute, welche sich für einen Turnverein interessieren, versammeln sich Sonnabend, den 23. September 1882, um 20.00 Uhr, bei Wirt Westerhoff zur weiteren Besprechung.
Achtzehn turnbegeisterte Männer – zum Teil Anfänger, zum Teil erfahrene Turner vom TV Hemer – folgten dem Aufruf. Das war die Geburtsstunde des TV Westig.
Körperliche Kraft und Gewandtheit auszubilden und somit eine Pflanzstätte echten Bürgensinns und wahrer Vaterlandsliebe zu werden, diesen Leitsatz schrieben sich die Gründer auf die Fahne ihres neuen Vereins.
Ihre erste Aufgabe bestand darin, eine Vereinssatzung zu verfassen und einen Vorstand zu wählen. In den folgenden drei Jahren leiteten die nachfolgenden Männer als erster Vereins- vorstand die Geschicke des neuen TV Westig 1882 e.V.
Präses: E. Wolschendorf, Lehrer
Turnwart: H. Krämer
Geldwart: C. Westerhoff
Gerätewart: W. Westhelle
Schriftwart: W. Thomas
Aufbauarbeit
Der Anfang fiel nicht leicht, aber die Begeisterung der jungen Turner für ihren Sport räumte alle Hindernisse aus dem Weg. So erklärte sich Wirt Westerhoff bereit, seinen Saal kostenlos als Turnraum zur Verfügung zu stellen ; vom TV Hemer lieh man sich einen Barren aus. Zwei Sprungständer sowie ein transportables Reck aus Holz (Preis: 50,00DM) wurden vom Schreiner beschafft. Mitglied Lasbeck brachte eine ausgediente Bettmatratze mit und schon konnte am 07. Oktober 1882 der erste Turnabend steigen. Der neue Verein gewann schnell die Zuneigung der Westiger Bürger. Ein besonders gutes Einvernehmen herrschte mit dem Westiger Kriegerverein, aus dem dann auch viele junge Männer des TV beitraten. Neben dem Sport, der wöchentlich in unvorstellbarer Strenge und Ordnung durchgeführt wurde, sollte auch das Feiern gepflegt werden. Das erste große Fest, zu dem die gesamte Westiger Bevölkerung eingeladen wurde, fand bereits am 12. Oktober 1884 im Saal des Wirtshauses Westerhoff statt.
Die Beliebtheit des TV Westig in der Bevölkerung lag zu jener Zeit aber nicht nur darin begründet, dass er zu feiern verstand. Der TV war über die Pflege seines Sports hinaus bereit, gemeinnützige Aufgaben zu übernehmen. So trat im Jahre 1888 die damalige Dorfverwaltung mit der Bitte an den TV Westig heran, sich für die Bildung einer freiwilligen Feuerwehr einzusetzen. Fünfzig Turner erklärten ihre Bereitschaft und trugen dazu bei, dass in Westig eine freiwillige Feuerwehr gegründet wurde.
Aufschwung
In den folgenden Jahren nahm die Entwicklung des TV Westig einen ständigen Aufschwung. 1885 zählte man bereits 72 Mitglieder. Das erste größere Projekt nahm der TV im Jahre 1892 in Angriff. Da die Turnabende im Saale des Wirtshaus Westerhoff nur ein Provisorium darstellten, entschloss man sich zum Bau einer eigenen Turnhalle. Der Wirt Nückel (später Christophery) verkaufte dem Verein einen Teil seiner Wiese an der Altenaer Strasse zum Preis von 300,–DM. Dieser Betrag wurde übrigens ausschließlich durch freiwillige Beiträge der Mitglieder abgedeckt.
Nach vorbildlicher Mitarbeit der Turner konnte die neue Halle am 11. September 1892, in Verbindung mit dem 10-jährigen Stiftungsfest, eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Die Turnhalle und die angrenzende Wiese in Richtung der Fabrik Giese (heute Parkplatz) stellten in der Folgezeit ideale äußere Voraussetzungen zur Pflege des Turnens dar. Das sollte nicht ohne Auswirkungen bleiben. Das Interesse an dieser Sportart nahm weiter zu und schon bald konnte das einhundertste Mitglied im TV Westig begrüßt werden.
Auch in sportlicher Hinsicht stellten sich Erfolge ein. So kehrten z.B. 1896 die
12 Westiger Teilnehmer am Bezirkswetturnen in Iserlohn mit 13 Siegen heim. Von dieser zeit an zählte der TV Westig zu den Spitzenvereinen der näheren Umgebung.
Ausweitung
In den ersten beiden Jahrzehnten nach der Jahrhundertwende wurde der Verein von drei Männern geprägt, die über 20 Jahre lang im Vorstand tätig waren und die Entwicklung des Vereins vorantrieben.
Ernst Thomas als 1. Vorsitzender, August Schulte sen. Als 1. Kassierer und Adalbert Buse als 1. Turnwart. Während Ihrer Vorstandstätigkeit konnten Sie einen lang gehegten Wunsch der Westiger Turnbrüder, eine Übungsstätte im Freien zu besitzen, verwirklichen. Mühevolle Verhandlungen mit den Besitzern der Grundstücke waren vorausgegangen, bis man 1906 das erste Grundstück von Wilhelm Westhelle und 1913 ein weiteres angrenzendes von der Witwe Peddinghaus kaufen konnte.
Mit berechtigtem Stolz begingen die Turner und Westiger Bürger am 27. Juni 1914 den Tag der Einweihung. In der Geschichte des Westiger Turnvereins bedeutete dies einen weiteren Meilenstein. Die Feierstunde wurde von den Darbietungen der Westiger Gesangvereine und der Musikkapelle des Feld-Art.-Rgt. Umrahmt. Übungen der Turner gaben einen Einblick in die Vereinsarbeit. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand die Festrede des 1. Vorsitzenden Ernst Thomas, der der neuen Übungsstätte den Namen „Adalbertshöhe“ gab. Bewusst hatte man den Vornamen des 1. Turnwartes Adalbert Buse gewählt, der sich in besonderem Maße um den Verein verdient gemacht hat. Leider konnte der Platz nur wenige Wochen genutzt werden. Der 1. Weltkrieg zwang zur Einstellung des Turnbetriebes.
Nach dem Krieg schloss sich der Sportclub Westig 08 dem TV Westig als selbstständige Spielabteilung an. Wegen Unstimmigkeiten trennte man sich aber bereits 1920 wieder.
Als erfolgreicher erwies sich dagegen die Gründung der Handballabteilung im Jahre 1924. Fritz Wirths wurde zum Spielwart gewählt und beauftragt eine Mannschaft aufzustellen. Den Stamm des 1. Westiger Handballteams bildeten folgende Spieler:
E. Schulte, P. Zimball, A. Renfordt, W. Imhof, W. Krumme, E. Glümer, W. Hövel,
R. Jäger, F. Wirths, F. Kißling, W. Dohle
Schon bald stellten sich erste Erfolge ein. 1925 errang man den 2.Platz in der damaligen Bezirksklasse, 1928 stieg man auf in die Gauklasse und wurde schon 1930 Meister dieser Liga.
Damals wurde der Sportplatz Adalbertshöhe in einen mustergültigen Zustand gebracht. Aus dem Rasen- wurde ein Ascheplatz; die Bahnseite erhielt einen Ballfang und die Westseite einen Bretterzaun. Sämtliche Arbeiten wurden von den Mitgliedern selbst ausgeführt.
1930 verlor der TV durch einen Unglücksfall seine Oberturnwart Albert Renfordt. Er wurde, als er nach der Arbeit am Sportplatz nach Hause gehen wollte, von einem Auto überfahren. Während seiner Tätigkeit als Oberturnwart erlebte das Turnen in unserem Verein seine Blütezeit, an diese hat der TV bis heute nicht wieder anknüpfen können. Das zur damaligen Zeit nachlassende Interesse am Turnen ist sicherlich auch der zunehmenden Beliebtheit des Handballsports zuzuschreiben.
Jubiläum
1932 feierte der Westig Geburtstag. 50 Jahre war der Verein inzwischen alt. Die Jubiläumsfeier, in deren Mittelpunkt ein Bezirkswetturnen stand, soll nach Berichten von Teilnehmern zu den schönsten Festlichkeiten gezählt haben, die je auf der Adalbertshöhe begangen wurden. Da die Handballer erneut einen nennenswerten Erfolg beigesteuert hatten – zum 3. Male Gewinn der Gaumeisterschaft – hatte der TV Westig auch allen Grund zum Feiern und konnte zuversichtlich in die nächsten fünfzig Jahre sehen.
Rückschläge
Die folgenden Jahre standen jedoch unter keinem günstigen Stern. Die Macht-ergreifung der NSDAP fügte auch dem TV Westig Rückschläge zu Der Verein musste dem Reichsbund für Leibesübungen beitreten und verlor dadurch sein ganzes Eigentum. Infolge der erhöhten Arbeitszeit und der Wiedereinführung der Wehrpflicht sank außerdem die Mitgliederzahl. Mit Beginn des 2 Weltkriegs kam der Turnbetrieb völlig zum Erliegen.
Die Handballmannschaft konnte ihren Leistungsstand dagegen relativ lange halten. Vor dem Kriege hatte sie sich als die beständigste Mannschaft im heimischen Raum gezeigt. Selbst in den ersten Kriegsjahren konnte sie ihren Spielbetrieb fortsetzen. Das war in erster Linie ein Verdienst des Spielwartes Fritz Franke, der das Team in dieser Zeit nicht weniger als 10 Jahre betreute.
Wiederaufbau
Dem TV Westig erging es nach 1945 nicht besser als den meisten Vereinen in dieser Zeit. Der Krieg hatte das Vereinsleben völlig zunichte gemacht. Der Sportplatz war verwahrlost, die Turnhalle schwer beschädigt. Auf der Adalbertshöhe hatte eine Flakabteilung Stellung bezogen; zerstörte Panzerfahrzeuge und anderes Kriegsmaterial waren zurückgeblieben. Das Schlimmste aber war, dass viele Vereinsmitglieder nicht aus dem Krieg zurückkehrten.
Diesmal waren es die Handballer, die den Verein zu neuem Leben erweckten. Im Gegensatz zur Turnabteilung konnten sie Training und Spiele ohne Halle durchführen. Also machte man sich schon 1946 daran, den Sportplatz auf der Adalbertshöhe in einer groß angelegten Selbsthilfeaktion instand zu setzen und meldete für die Meisterschaftsrunge der Kreisklasse. Ein neuer Anfang war gemacht.
Die Turnabteilung musste noch bis 1948 warten, ehe die alte Halle freigegeben wurde und der Turnbetrieb wieder aufgenommen werden konnte. Die baulichen Zustände der alten Halle erwiesen sich jedoch schon bald als unzureichend. 1961 baute die Stadt Hemer im Westiger Park neben der Diesterwegschule eine neue Turnhalle. Erst dieser Bau schuf die Möglichkeit eines neuen viel versprechenden Anfangs.
Bau eines Vereinsheimes
Jahrelang hatten sich die Westiger Sportler auf der Adalbertshöhe mit einem provisorischen Umkleideraum und einer baufälligen Toilette begnügen müssen. Inzwischen waren die Wellblechbauten immer stärker dem Rost zum Opfer gefallen, abgesehen von den ohnehin kaum zumutbaren hygienischen Verhältnissen. Sollte der Sport- und Spielbetrieb nicht gefährdet werden, musste der Bau eines Vereinsheims in Angriff genommen werden. Nach Überwindung zahlreicher Hindernisse konnte im Sommer 1965 endlich mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen werden. Ein Jahr später war es soweit: Der TV Westig besaß ein stattliches Vereinshaus mit großzügigen Umkleide- und Duschräumen, einem Jugendraum, einem kleinen Geschäftsstellenbüro und einer Wohnung für den Platzwart, dessen Aufgabe es zukünftig sein sollte, Gebäude und Sportanlage in Ordnung zu halten.
Mit diesem Neubau war nicht nur die Voraussetzung für die Pflege zeitgerechten Sports geschaffen worden. Der TV Westig verfügte nun über ein Zentrum, das seinem Vereinsleben neue Impulse verleihen sollte.
Gründung neuer Abteilungen
Dass der TV sich nicht nur auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhte, sondern neuen Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen blieb, beweist die Erweiterung des Sportbetriebes um weitere Sportarten wie:
1968 Tischtennis
1976 Tennis
1977 HTV Sundwig-Westig
1980 Volleyball für Freizeitspieler,
1983 Ski und Walking/Jogging,
2004 Aerobic und Jazzgymnastik im Rahmen des Frauenturnens
Die Turn-Abteilung des TV Westig
Die Turn-Abteilung, der der Verein seinem Namen verdankt, hatte es in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg besonders schwer. Eine Reihe der besten Turner kehrte nicht zurück. Außerdem befand sich die vereinseigene Turnhalle an der Altenaer Straße, die während des Krieges als Lagerraum beschlagnahmt war, in einem derartig schlechten Zustand, dass es erheblicher Anstrengungen bedurfte, um sie einigermaß0en für einen provisorischen Einsatz verwendungsfähig zu machen. Den Turnbrüdern Josef Bigge, Heinrich Schmidt, Willi Imhof, Karl Trottier, Alfons Selle, Paul Zimball und Walter Berghöfer – um nur einige zu nennen – ist die baldige Wiederaufnahme des Turnbetriebs nach dem Kriege in erster Linie zu verdanken.
Leider erwiesen sich die baulichen Zustände der alten Halle schon bald als unzureichend. 1961 baute die Stadt Hemer neben der Diesterweg-Schule eine neue Turnhalle, für deren Bau sich auch unser Verein einige Jahre erfolgreich einsetzte. Erst mit dieser Halle wurde die Voraussetzung für einen Neuaufbau der Turnabteilung geschaffen.
Kinder-/Jugend Abteilung
Die stärkste Gruppe ist fraglos die Kinder- und Jugend-Abteilung. Hier wird bei den regelmäßigen Übungsstunden der Hauptwert auf die spielerischen Bewegungen gelegt, die zur Verbesserung von Grundhaltung, Schnelligkeit und Gelenkigkeit führen.
Statistik: Mitgliederzahlen
Angebot:
Jungen und Mädchenturnen
Jugendgruppen von 4 Jahren bis 12 Jahren
Frauenturnen
Zur Zeit treffen sich 15-20 Frauen regelmäßig wöchentlich einmal/zweimal zu Aerobic und Steppgymnastik, um unter Anleitung geschulter Übungsleiter etwas für ihre Gesundheit zu tun.
Volleyball
Seit 1980
Mixedmannschaft (Stadtliga)
Jeden Freitag Training in der Diesterweg-Schule
Männer-Turnen
Das eigentliche Rückgrat des TV Westig, die Turn-Abteilung der Männer, gibt es leider nur noch in den Erinnerungen vergangenen Zeiten.
Einige wenige der alten und agilen Turner treffen sich noch heute zum Gedanken-austausch. Aktive Sportler, die unter der Flagge des TV Westig starten, gibt es leider kaum noch. Der Aufbau einer neuen Männer- oder Jugendabteilung würde Jahre dauern, hierfür benötigt der Verein natürlich gute Trainer und Übungsleiter. Nachwuchs ist im Verein dafür vorhanden. Packen wir es an.
Prellballgruppe
Über viele Jahre hatten der TV Westig eine Prellballgruppe, die sich regelmäßig in der Turnhalle oder auf dem Rasenplatz auf der Adelbertshöhe traf und engagiert ihrem Sport nachging. Leider entspricht diese konditionsstarke Sportart nicht mehr dem Zeitgeist.
Abteilung Handball
Der TV Westig hatte bis zur Saison 1976/77 eine eigenständige Handball-Abteilung.
Auf Initiative des IKZ setzten sich im Frühjahr 1976 die 5 Hemeraner Handball-ereine (TV Westig, TV Sundwig, TV Hemer, TV Ihmert, HSC Hemer) an einen Tisch, um über Möglichkeiten einer Leistungskonzentration im Handballsport in Hemer zu diskutieren. Alle waren sich einig, aus dem vorhandenen Spilermaterial eine Mannschaft bilden zu können, die berechtigte Hoffnung auf einen Landesligaplatz hätte. Nach vielen Gesprächen zeigte es sich jedoch, dass alle 5 Vereine nicht unter einen Hut zu bringen waren.
Lediglich die Handballer des TV Sundwig und des TV Westig beschlossen sich weiterhin mit der Idee des Zusammenschlusses zu befassen. Im Juli 1976 wurde dann offiziell erklärt: Fusion der beiden Handballabteilungen für das Spieljahr
1977/78.
Eine der Vorbereitungen auf den Zusammenschluss bestand darin, eine der beiden in der Kreisliga spielenden Seniorenmannschaften so zu verstärken, dass sie die Chance auf den Bezirksligaaufstieg hatte. Die dadurch nötig gewordenen Vereins-wechsel untereinander wurden von den betroffenen Spielern beider Vereine vorbehaltlos akzeptiert. Am 28. Januar 1977 wurde dann unter großer Beteiligung aller aktiven und passiven Mitglieder der „HTV Sundwig-Westig“ aus der Taufe gehoben. 4 Monate später wurde das erste, gemeinsam gesteckte Ziel erreicht. Der „starke“ TV Sundwig schaffte den Aufstieg in die Bezirksklasse. Diese erste Spielzeit als HTV wurde mit 5 Senioren- und 5 Jugendmannschaften angegangen.
Der Gründungsvorstand des HTV:
Vorsitzender Walter Gockel TV Sundwig
Handballobmann Horst Möller T TV Sundwig
Handballobmann Hans-Dieter Mosig TV Westig
Geshäftsführer Bärbel Schuppe TV Westig
Jugendwart Horst Schuppe TV Westig
In der Spielzeit 1978/79 spielte man bereits mit 7 Mannschaften. Auch wenn das früh gesteckte Ziel „Landesliga“ denkbar knapp in drei Entscheidungsspielen gegen die Mannschaft des TuS Ferndorf verpasst wurde, sorgte der HTV zwischenzeitlich immer wieder für Furore. So zum Beispiel, als der HTV als erster Verein im Handballwesen mit der Tschechin Adriane Walter aus Bratislava, eine Trainerin im Seniorenbereich verpflichtete.
1982 – 2007
Highlights: Spiele gegen CF Barcelona und Dynamo Astrachan
Ausrichtung des 50. Kreisjugendtages im Jahr 1999
Ausrichtung des 58. Kreisjugendtages anlässlich des 125. Jubiläums
Kontinuierlicher Aufbau der Jugendmannschaften
Auf- und Abstiege – z.B. 4-facher Abstieg von 1. – 4. Mannschaft 19—
Aufnahme des HSV Hemer 1981 in die Spielgemeinschaft
Die Tisch-Tennis Abteilung
1968 schloss sich der Tischtennisverein Westig dem TV Westig als Abteilung an. Unzulänglich Trainingszeiten in der städtischen Turnhalle in Westig hatten den Verein zu diesem Schritt bewogen. Mit Hilfe des TV Westig konnten in der Folgezeit bessere Trainingsvoraussetzungen geschaffen werden. 1976 erhielt die Tischtennis Abteilung als Übungsstätte die neue Turnhalle des Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasiums zugewiesen.
Die Tennisabteilung
1976 begann mit den Tennisspielern ein ganz neues Zeitalter im Verein. Die Idee entstand, als der Sportplatz auf der Adelbertshöhe aufgrund der Verlagerung des Handballspiels in die Halle nicht mehr voll ausgelastet war. Innerhalb von zwei Jahren erhielt die Adelbertshöhe ein neues Gesicht. Heute stellt sie mit fünf Tennisplätzen, einer Leichtathletikanlage und zwei großen Rasenspielflächen eine vorbildliche Anlage dar, die allen unseren Vereinssportlern, egal ob Tennis, Turnen, Handball, Tischtennis Ski oder Joggern, ideale Möglichkeiten zur Ausübung ihres Sports bietet. Und da das Vereinsheim 1979 um einen Clubraum erweitert wurde, entwickelte sich die Adelbertshöhe in den Folgejahren noch stärker zu einem echten Kommunikationszentrum des Vereins.
Die Abteilungsgeschichte im Zeitraffer
14.07.1976
An diesem Tag wurde auf der Gründungsversammlung in der Kegelsporthalle Sauerland die seinerzeit jüngste Abteilung des TV Westig aus der Taufe gehoben: Tennis.
Die Idee den Sportplatz auf der Adelbertshöhe in eine Tennisanlage umzufunktionieren, stammte von einigen Mitgliedern aus dem Hauptvorstand und dem späteren Abteilungsvorsitzenden Wilfried Zimball, die sich zum Ziel gesetzt hatten, den TV Westig um eine weitere moderne Sportart zu bereichern. Ihr Projekt sollte schon sich bald als eine zukunftsweisende Maßnahme bewähren.
Der Tennissport nahm in den folgenden Monaten in Westig eine rasante Entwicklung. Bereits im September desselben Jahres konnten die ersten beiden Plätze eröffnet und der Spielbetrieb aufgenommen werden. Kurzentschlossene Tennisfans machten den Anfang.
Der erste Vorstand setze sich zusammen aus
W. Zimball Abteilungsvorsitzender
K. Fulde Kassenwart
H. Schulte Geschäftsführerin
U. Satzer Sportwart
B. Danehl Jugendwartin
S. lötters Referentin für Schulsport
Saison 1977
Das Interesse am Tennis nahm ständig zu und die Mitgliederzahl stieg unaufhaltsam an. Die Tennisanlage wurde auf 5 Spielplätze erweitert, die Plätze 1 und 2 erhielten eine Flutlichtanlage. Für zusätzliche Trainingsmöglichkeiten wurden zwei reine Übungs- / Einschlagplätze erstellt.
Mit den Herren Andermann, Graumann, Röthel und Salzmann wurden die ersten Trainer verpflichtet. Die Jugendarbeit bekam durch Fau Danehl, Hern Satzer und Herrn Woeste ihren ersten Schub.
14. Mai 1977
Offizielle Einweihung der neuen Plätze im Beisein von Bürgermeister Hans Meyer
Mit einem zünftigen Zeltfest.
Im September 1977 wurden erstmalig Clubmeisterschaften durchgeführt. Die ersten Sieger waren: Margit Hanna (Damen), Heinz Klein (Herren), M.Hanna/B.Woeste
(Damen-Doppel), H.Klein / P.Schulte (Herren-Doppel)
Im Jahr 1978 zählte die Abteilung 222 Mitglieder, davon 189 Erwachsene und 33 Kinder + Jugendliche. Mit Helmut Schönebeck übernahm ein neuer Platzwart die fachmännische Pflege der Tennisanlage. Er löste nach über 13 Jahren Karl Dietrich in dieser Position ab.
Mit dem Bau des Clubraumes wurde ein weiterer Meilenstein gesetzt. Am 02.09.78 war Richtfest des Anbaus, am 15.08.1979 Einweihung der neuen gemütlich eingerichteten Räumlichkeiten. Die Bewirtung führten die Mitglieder in Eigenregie durch.
Im Jahre 1982 kann sich nach 6 Jahren die erste Zwischenbilanz nicht nur aus sportlicher Sicht sehen lassen. Die Tennisabteilung umfasste rund 300 Mitglieder, verfügte über eine vorbildliche Sportanlage und – damit die Pflege des Vereinlebens nicht zu kurz kam – über ein gemütliches Clubheim.
Trendentwicklung heute rückläufig, geprägt in der Gründungszeit auch durch die Tenniserfolge von Boris Bäcker und Steffi Graf.
Mitgliederstärke
Die Ski-Abteilung mit Walking und Jogging
Die jüngste Abteilung im TV Westig. Die Gründung der Ski-Abteilung erfolgte 1976 als selbstständige Abteilung im TV Westig
Trennung vom TV Westig und Neugründung des Ski-Club Hemer im Jahre 19__ ??
Ein harter Kern ist dem TV Westig treu geblieben aufgrund des vielfältigen Sportangebotes im Gesamtverein. Viele Mitglieder aus anderen Abteilungen nutzen natürlich auch das Angebot der „Brettlflitzer“ für zusätzliche Trainingseinheiten.
Skigymnastik und Skifreizeiten in den Herbst-/Wintermonaten.
Daraus entwickelte sich eine neue Walking- und Jogginggruppe, die sich regelmäßig einmal die Woche zu Trainingseinheiten im Dammstadion und der Waldemei trifft.
Die Adelbertshöhe
Gestern wie heute Mittelpunkt des Vereinslebens.
Fanclub Fußballturnier
Oktoberfest zum Saisonabschluß Tennis
Trainingsgelände für alle Abteilungen
Tennisturniere
Handballturniere
Abteilungsversammlungen
Geschäftsstelle und Anlaufstelle der Abteilungsvorstände/des Hauptvorstandes
Funktionärsarbeit
Wer Vereinsarbeit kennt, weiß, dass Voraussetzungen für die erfolgreiche Entwicklung eines Vereins nicht nur Trainingsfleiß und der Einsatz der Sportler, sondern auch das Engagement und die Initiative der Funktionäre erforderlich. Wie könnte ein Verein in der Größenordnung des TV Westig existieren ohne die ehrenamtliche Mitarbeit der vielen Helfer ? Ob Sportwarte, Kassierer, Jugendwarte, Vorstände, Mannschaftsbetreuer, Schiedsrichter, Zeitnehmer, Sekretäre, Eltern, Sponsoren, Gönnern, Freunde und, und, und.
Sie alle tragen dazu bei, dass ein Verein mit Leben erfüllt wird.
Stellvertretend für sie alle seien an dieser Stelle die Vorsitzenden genannt, die mitgeholfen haben, diese 125 Jahre TV Westig möglich zu machen:
1882 – 1885: E.Wolschendorf
1885 – 1888: W. Thomas
1889 – 1901: W. Westhelle
1902 – 1922: E. Thomas
1923 – 1925: E. Thomas jun.
1926 – 1945: E. Schulte
1946 – 1948: H. Glümer
1949 – 1951: J. Bigge
1952 – 1955: W. Berghöfer
1956 – 1962: H. Klein
1963 – 1986: W. Schmidt
1986 – 1989: E.W. Richter (2. Vors. Von 1972 – 1986)
1989 – R. Duwenhögger
Der aktuelle Vorstand im Jubiläumsjahr
1. Vorsitzender Rainer Duwenhögger
2. Vorsitzender Hans Severing
Geschäftsführer Wolfgang Brehl
Schatzmeister Peter Severing
Sozialwartin Elisabeth Schauerte
Abteilungsvorsitzende
Turnen
Handball
Tennis
Ski/Walking
Tischtennis
Die Geschichte des TV Westig 1882 e.V. im Zeitraster
1882 Gründungsversammlung des TV Westig am 23.September
1882 Erster Turnabend im Wirtshaus Westerhoff am 07. Oktober
1882 Verfassen einer Vereinssatzung und
Vorstandsbildung
1888 Gründung der freiwilligen Feuerwehr Westig
1890 Gehmigung der Turnordnung durch die Stadt Hemer
1892 Bau der eigenen Turnhalle an der Altenaer Straße
1904 Genehmigung der Vereinsatzung durch das Königliche Amtsgericht, Iserlohn
1906 Grundstückkauf (Adalbertshöhe)
1913 Grundstückkauf (Adalbertshöhe)
1914 Einweihung der Adalbertshöhe
1915 Beginn des 1. Weltkrieges
1918 Beitritt des SC Westig 0
in den TV Westig als eigene Abteilung
1920 Trennung des SC Westig 08
vom TV Westig
1924 Gründung der Handballabteilung
1932 50-jähriges Jubiläum
1933 Beginn politischer Machtveränderungen in
Deutschland , NSDAP
bis 2. Weltkrieg
1945 Kriegsende
1945 Handballabteilung wird wieder aktiv
1948 Turnabteilung erblüht zu neuem Leben
1961 Bau der Turnhalle an der Diesterweg- Schule
1965 Bau des Vereinsheims
1966 Einweihung des Vereinheims
1968 Beitritt des Tischtennisverein Westig
zum TV Westig
1976 Gründung der Tennisabteilung
1977 Einweihung der Tennisplätze
1977 Gründung des HTV Sundwig-Westig
1978 Bau des Clubheims
1979 Einweihung des Clubheims
1980 Gründung der Volleyballabteilung
1982 100-jähriges Jubiläum
1983 Gründung der Skiabteilung,
mit Walking + Jogging
1984 Zukauf der Rasenfläche Giesestraße für
geplante Mehrfeld-Tennishalle
2004 Erweiterung Sportangebot Turnen mit
Aerobic/Jazzgymnastik
2006 Grundrenovierung des Vereinsheims
2007 125-jähriges Jubiläum
